<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Weide (Tierhaltung)</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weide_(Tierhaltung)"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Weide_Tierhaltung rootpage-Weide_Tierhaltung skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Weide (Tierhaltung)</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Eine <b>Weide</b> (auch: <b>Weideland</b>) ist eine mit <a href="Krautige_Pflanzen" class="mw-redirect" title="Krautige Pflanzen">krautigen Pflanzen</a> (vornehmlich <a href="S%C3%BC%C3%9Fgr%C3%A4ser" title="Süßgräser">Süßgräsern</a>) bewachsene <a href="Landwirtschaft" title="Landwirtschaft">landwirtschaftliche</a> Fläche, auf der <a href="Nutztier" title="Nutztier">Nutztiere</a> stehen, denen diese <a href="Vegetation" title="Vegetation">Vegetation</a> als Hauptnahrung dient.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Abfressen wird „grasen“ oder „beweiden“ genannt, die Tiere als „Weidetiere“ bezeichnet.
</p><p>Weidetiere sind <a href="Huftiere" title="Huftiere">Huftiere</a> wie <a href="Hausrind" title="Hausrind">Rind</a>, <a href="Schwein" class="mw-redirect" title="Schwein">Schwein</a>, <a href="Hausschaf" title="Hausschaf">Schaf</a>, <a href="Hausziege" title="Hausziege">Ziege</a>, <a href="Hauspferd" title="Hauspferd">Pferd</a> oder <a href="Kamele" title="Kamele">Kamel</a> sowie einige <a href="Gefl%C3%BCgel" title="Geflügel">Geflügelarten</a> wie <a href="H%C3%BChnerv%C3%B6gel" title="Hühnervögel">Hühnervögel</a>, <a href="Gans" class="mw-redirect" title="Gans">Gans</a> oder <a href="Afrikanischer_Strau%C3%9F" title="Afrikanischer Strauß">Strauß</a>. Sie werden zu verschiedenen Zwecken <a href="Tierhaltung" title="Tierhaltung">gehalten</a>, insbesondere jedoch zur <a href="Tierproduktion" title="Tierproduktion">Tierproduktion</a> (Erzeugung von <a href="Nahrungsmittel" class="mw-redirect" title="Nahrungsmittel">Nahrungsmitteln</a> und <a href="Rohstoff" title="Rohstoff">Rohstoffen</a> aus <a href="Landwirtschaftliche_Nutztiere" class="mw-redirect" title="Landwirtschaftliche Nutztiere">landwirtschaftlichen Nutztieren</a>) in der <a href="Weidewirtschaft" title="Weidewirtschaft">Weidewirtschaft</a>, aber auch aus naturschutzfachlichen Gründen. Im engeren Sinne ist eine Weide vom Menschen geschaffenes, landwirtschaftliches <a href="Gr%C3%BCnland" title="Grünland">Grünland</a>, das zur Tierproduktion genutzt wird. Im weiteren Sinne werden beweidete Wälder (<a href="Hutewald" title="Hutewald">Hutewald</a>) sowie <a href="Steppe" title="Steppe">Steppen</a>, <a href="Savanne" title="Savanne">Savannen</a> und <a href="Tundra" title="Tundra">Tundren</a> als Weiden bezeichnet.
</p>
<ul><li>Eine durch Zäune oder andere Fluchthindernisse <a href="Einhegung" title="Einhegung">eingehegte</a> Weide wird als <b>Koppel</b> (von <a href="Mittelniederdeutsche_Sprache" title="Mittelniederdeutsche Sprache">mittelniederdeutsch</a> <i>koppel</i>, „Umzäunung“; „eingezäuntes Landstück“) bezeichnet, um den Gegensatz zu den nicht eingezäunten Weiden hervorzuheben.</li>
<li>Der Begriff <i>Weide</i> wird auch in Zusammenhang mit <a href="Wildtier" title="Wildtier">Wildtieren</a>, Bienen (<a href="Bl%C3%BChstreifen" title="Blühstreifen">Bienenweide</a>) und Vögeln (Vogelweide) verwendet.</li>
<li>Nach dem 2008 veröffentlichten Modell der <a href="Anthropogenes_Biom" title="Anthropogenes Biom">Anthrome</a> der beiden amerikanischen Geographen <a href="Erle_C._Ellis" title="Erle C. Ellis">Erle C. Ellis</a> und <a href="Navin_Ramankutty" title="Navin Ramankutty">Navin Ramankutty</a> machen alle Weidearten zusammen (Residential-, Populated- und Remote Rangeland) etwa 27 % der irdischen Landoberfläche aus.</li></ul>
<p>Ein wichtiger ergänzender Bestandteil des Grünlands sind die <a href="Wiese_(Gr%C3%BCnland)" title="Wiese (Grünland)">Mähwiesen</a>, mit deren Biomasse die vielerorts im Winter eingestallten Weidetiere mit <a href="Heu" title="Heu">Heu</a> bzw. <a href="Silage" title="Silage">Silage</a> gefüttert werden können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p>Der Begriff <i>Weide</i> geht auf den germanischen Wortstamm „*weidja“ zurück, der ursprünglich „Jagd“ bedeutete (vgl. <a href="Weidwerk" class="mw-redirect" title="Weidwerk">Weidwerk</a>). In altnordischen und altenglischen Quellen liegt die Bedeutung noch eher auf „jagen, fangen, wandern“ (anord. veiðr, aengl. wáð). Erst im Althochdeutschen (weida) wird die Bezeichnung auch im Sinne von „Futter-, Fressplatz“ u. ä. verwendet. Erst in der neuhochdeutschen Sprache hat sich die Bedeutung allein zum „Futterplatz für das Vieh“ gewandelt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_der_Viehweiden">Geschichte der Viehweiden</h2></div>
<p>In Siedlungsresten der <a href="Steinzeit" title="Steinzeit">Steinzeit</a> finden sich <a href="K%C3%A4fer" title="Käfer">Käfer</a>, <a href="Pollen" title="Pollen">Pollen</a> und Pflanzenreste, die darauf hinweisen, dass Teile <a href="Mitteleuropa" title="Mitteleuropa">Mitteleuropas</a> bereits vor über 7000 Jahren eine relativ dicht besiedelte Landschaft mit <a href="Acker" title="Acker">Äckern</a> und Weiden waren. Wie weit in dieser Zeit ein dichter Wald verbreitet war, ist umstritten, siehe <a href="Megaherbivorenhypothese" title="Megaherbivorenhypothese">Megaherbivorenhypothese</a>. <a href="Heinz_Ellenberg" title="Heinz Ellenberg">Heinz Ellenberg</a> beurteilte aber diese auch durch andere Quellen belegte Beweidung als „nicht planmäßig“. Die Bewirtschaftung könnte ihm zufolge dem <a href="Wanderfeldbau" title="Wanderfeldbau">Wanderfeldbau</a> ähnlich gewesen sein.
</p><p>Bis in die <a href="Neuzeit" title="Neuzeit">Neuzeit</a> wurde in Mitteleuropa im Wesentlichen die <a href="Dreifelderwirtschaft" title="Dreifelderwirtschaft">Dreifelderwirtschaft</a> angewendet, bei der die Brachen beweidet wurden (Brachweide). Der <a href="Flurzwang" title="Flurzwang">Flurzwang</a> des <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalters</a> zielte auf eine möglichst lange Nutzung der Flächen „allgemeiner Weiden“ – der <a href="Allmende" title="Allmende">Allmende</a> –, in die auch die Äcker zwischen Ernte und Schossen (Halmbildung) des Getreides mit einbezogen wurden. Die <a href="Pflanzengemeinschaft" class="mw-redirect" title="Pflanzengemeinschaft">Pflanzengemeinschaften</a> der Ackerfluren wiesen damals einen wesentlich höheren Anteil an Gräsern auf und waren auch wesentlich artenreicher.
</p><p>Der Verbiss des aufgelaufenen Getreides förderte die Bestockung und die Beweidung des damals rasenähnlichen Bewuchses nach der Ernte. Das half Unkräuter zu bekämpfen und das Vieh zu ernähren. Der Kot der Tiere düngte die Äcker vor allem beim nächtlichen Einpferchen. Erst beim Schossen des Getreides wurde das Vieh von den Äckern ferngehalten. Die Flurstücke – die <i><a href="Zelge" title="Zelge">Zelge</a></i> und später <i><a href="Kamp_(Land)" title="Kamp (Land)">Kämpe</a></i> – waren mit Dorngehölzen, Mauern oder Wällen eingezäunt, aus denen die teilweise wie <a href="Niederwald" title="Niederwald">Niederwälder</a> bewirtschafteten <a href="Hecke" title="Hecke">Hecken</a> und <a href="Knick" class="mw-redirect" title="Knick">Knicks</a> entstanden.
</p><p>Außerhalb dieser <i>Brachzelgen</i> der Dreifelderwirtschaft des <a href="Hochmittelalter" title="Hochmittelalter">Hochmittelalters</a> gab es natürlich auch die <a href="Hutewald" title="Hutewald">Hutewälder</a>, die im Mittelalter daraus entstanden sind, dass man das Vieh zur Mast in die Wälder getrieben hat. Die Tiere schädigten den Baumbewuchs nachhaltig und überführten die Wälder in offene, „savannenähnliche“ Landschaften. Schließlich spielte auch die <a href="Sch%C3%A4ferei" title="Schäferei">Wanderschäferei</a> in Gegenden mit leichten und unfruchtbaren <a href="Boden_(Bodenkunde)" title="Boden (Bodenkunde)">Böden</a> eine Rolle, wie in der <a href="L%C3%BCneburger_Heide" title="Lüneburger Heide">Lüneburger Heide</a> oder auf den <a href="Lechtalheiden" title="Lechtalheiden">Lechtalheiden</a>.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Separation_(Flurbereinigung)" title="Separation (Flurbereinigung)">Separation (Flurbereinigung)</a> und <a href="Verkoppelung" class="mw-redirect" title="Verkoppelung">Verkoppelung</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nutzungsformen_von_Weiden">Nutzungsformen von Weiden</h2></div>
<dl><dd><i>Die folgenden Ausführungen beziehen sich im Wesentlichen auf Weiden in der Grünlandwirtschaft.</i></dd></dl>
<p>Im Gegensatz zur <a href="Wiese_(Gr%C3%BCnfl%C3%A4che)" class="mw-redirect" title="Wiese (Grünfläche)">Wiese</a> wird Weideland nicht zur (Winter-)Futtergewinnung (<i><a href="M%C3%A4hen" title="Mähen">Mahd</a></i> für die Konservierung wie <a href="Heu" title="Heu">Heu</a>- oder <a href="Silage" title="Silage">Silage</a>-Herstellung) genutzt, sondern ihr Aufwuchs wird von den Tieren abgefressen <i>(weiden, grasen)</i>. Übergangsformen sind <i>Mähweiden</i>, deren Aufwüchse innerhalb eines Jahres sowohl zeitweise abgeweidet werden als auch zur Heu- oder Silageherstellung gemäht werden. Die Nutzungsform der Weide führt zu einer Vorherrschaft von Pflanzenarten, die sich von einer Wiese unterscheiden. Profiteure einer Beweidung sind zum Beispiel <a href="Schafschwingel" class="mw-redirect" title="Schafschwingel">Schafschwingel</a> oder <a href="Brennnesseln" title="Brennnesseln">Brennnesseln</a>. Die Auswirkungen unterscheiden sich nach Intensität der Beweidung und der Nutztierart. Die landwirtschaftliche Nutzung der Weide wird grob unterschieden in geregelte und ungeregelte und intensive und extensive Nutzungsformen. Zur geregelten Nutzungsform zählen Dauerweide (<a href="Kurzrasenweide" title="Kurzrasenweide">Kurzrasenweide</a>), Umtriebsweide oder Portionsweide. Von ungeregelter Weidenutzung spricht man zum Beispiel bei <a href="Hutung" class="mw-redirect" title="Hutung">Hutungen</a>. Eine Sonderform ist die <a href="Alm_(Bergweide)" title="Alm (Bergweide)">Alm</a>. Es existieren keine allgemeingültigen Definitionen von extensiver und intensiver Beweidung. In der planaren bis kollinen Höhenstufe Mitteleuropas kann auf wüchsigen Standorten näherungsweise eine Besatzdichte von 1,4 Großvieheinheiten pro Hektar als Grenze von der extensiven zur intensiven Haltung gezogen werden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ungeregelte_Weidenutzung">Ungeregelte Weidenutzung</h3></div>
<p>Von einer <i>ungeregelten Weidenutzung</i> spricht man, wenn der Weidegang weder zeitlich noch räumlich reglementiert wird, auch wenn die Tiere von Hirten beaufsichtigt werden. Dies traf in der Frühzeit Europas etwa auf die Nutzung von Hutewäldern, Heiden oder Auen zu.<sup id="cite_ref-Kapfer_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kapfer-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Heute sind solche Formen allenfalls noch in dünn besiedelten, strukturschwachen Regionen zu finden, wo die Viehzucht noch vorwiegend der <a href="Selbstversorgung" title="Selbstversorgung">Selbstversorgung</a> dient und keine Mittel zur Reglementierung zur Verfügung stehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geregelte_Weidenutzung">Geregelte Weidenutzung</h3></div>
<p>Seit dem <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">Frühmittelalter</a> wird für Mitteleuropa mit dem Beginn geregelter Formen der Beweidung gerechnet.<sup id="cite_ref-Kapfer_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kapfer-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei der <i>geregelten Weidenutzung</i> wird die Beweidungsdauer sowie die zu beweidende Fläche genau festgelegt. Futterüberschüsse werden durch Mahd und Konservierung (Heu- und Silagegewinnung) abgeschöpft. Dies führt zu einem konstanten, stets weidereifen Futterangebot. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine zeitliche Begrenzung des Weideganges und ein regelmäßiger Umtrieb der Tiere auf andere Flächen. Auf Flächen mit geregelter Weidenutzung sind die Besatzdichten höher, die Beweidungszeiträume jedoch niedriger als bei der ungeregelten Nutzung. Die Anzahl der Koppeln ist abhängig von der Anzahl der Tiere und der Herdengröße.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Koppelweide,_Dauerweide"><span id="Koppelweide.2C_Dauerweide"></span>Koppelweide, Dauerweide</h4></div>
<p>Bei einer <i>Koppelweide</i> wird die Gesamtweidefläche in vier bis acht Koppeln eingeteilt. Die Fresszeiten sind lang (etwa zehn Tage), die Ruhezeiten zwischen den einzelnen Beweidungszeiten relativ kurz. Diese Form der Beweidung ist vorteilhaft bei untergrasreichen Narben und großen Herden sowie bei Tieren, die einen hohen Anspruch an Auslauf haben (zum Beispiel Pferde).
Der Aufwuchs dieser Weiden ist meist recht niedrig, was eine selektierte Futteraufnahme durch die Tiere eingrenzt. Die Nachteile bestehen in hohen Weideresten, einem verhältnismäßig geringem Ertragspotential und meist hohen Nährstoffaufwendungen (Düngung).
</p>
<ul><li>Besatzdichte: zehn Rindergroßvieheinheiten (RiGV) pro Hektar (ha),</li>
<li>zugeteilte Fressfläche pro RiGV: circa 1000 m²,</li>
<li>Schnittflächenanteil: 25 %.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Umtriebsweide">Umtriebsweide</h4></div>
<p>Bei der <i>Umtriebsbeweidung</i> wird die Gesamtfläche in mehr als acht Koppeln unterteilt. Die Fresszeiten je Koppel sind circa ein bis drei Tage lang, die Ruhezeiten (Wachstumszeiten des Aufwuchses) zwischen den Beweidungen sind je nach Vegetationszeitpunkt etwa drei bis sechs Wochen. Die knappe Flächenzuteilung bewirkt eine geringere Futterselektion, eine höhere Trittbelastung der Fläche, eine größere Gefahr für Grasnarbenverletzungen sowie einen höheren Pflegeaufwand auf den einzelnen Flächen. Für die Tiere bedeutet die Umtriebsweide meist eine größere Unruhe in der Herde. Die Wege zur Wasserversorgung der Tiere und für den Umtrieb sind länger. Die Weidereste sind auf diesen Flächen gering, der <a href="Fl%C3%A4chenertrag" class="mw-redirect" title="Flächenertrag">Flächenertrag</a> verhältnismäßig groß.
</p>
<ul><li>Besatzdichte: circa 25 RiGV/ha,</li>
<li>zugeteilte Fressfläche: 400 m²/RiGV,</li>
<li>Schnittflächenanteil: circa 50 %</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Portionsweide">Portionsweide</h4></div>
<p>Die <i>Portionsweide</i>, auch Rationsweide, Ganz- oder Halbtagsweide genannt, ist die Einteilung der Gesamtfläche in mehr als zwanzig Koppeln, weniger sind es nur bei täglicher oder halbtägiger Zuteilung der Futterfläche. Die Zuteilung der Futterfläche erfolgt ein- bis zweimal pro Tag. Sie ist die intensivste Form der Beweidung. Die Weidereste sind sehr gering, die Futteraufnahme pro Tier sehr hoch. Die Nutzung als Portionsweide ist besonders vorteilhaft bei kleinen Weiden und knapper Weidefläche. Für größere Herden ist diese Form wegen des erhöhten Stresses nicht geeignet. Der Pflegeaufwand ist hoch, ebenso der Nährstoffaufwand. Der Einsatz von „Wirtschaftsdünger“ bietet sich auf diesen Flächen an.
</p>
<ul><li>Besatzdichte: circa 100 RiGV/ha,</li>
<li>zugeteilte Fressfläche: 100 m²/RiGV,</li>
<li>Schnittflächenanteil: circa 75 %</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kurzrasenweide">Kurzrasenweide</h4></div>
<p>Die <i>Kurzrasenweide</i> ist eine sehr früh und intensiv und sehr kurz beweidete Standweide. Aber es erfolgt dabei keine Zufütterung von Kraftfutter, da sonst die Tiere lieber beim Stall bleiben. Sie erfordert eine saisonal gelenkte Abkalbung im Winter und eine überlegte Winterfutterversorgung, wenn alle Flächen beweidet werden sollen.
</p><p>Diese Form hat die folgenden Vor- und Nachteile: Arbeitszeitfreisetzung, mühsame Suche und Zusammentreiben der Tiere auf der Weide zum Melken bis zum Melkstall, die Verringerung der Tierleistung um etwa ein Drittel, die volle Verunkrautungszurückdrängung, überhöhte Harnstoffwerte in der Milch als Stresszeiger für Proteinüberschuss und Energiemangel im Futter. Ebene Flächen sind notwendig, sonst verkoten diese stark und das Vieh verteilt sonst den Dung nicht selbst, dazu ein Kotmanagement auf der Weide, damit nicht ungefressene Stellen entstehen. Das Vieh muss auch bei Regenwetter weiden, wobei die Wiesennarbe leicht zerstört wird und zusätzlich ein Leistungsabfall durch mangelnde Futterstruktur bei Regenwetter herrscht.
</p><p>Die Kurzrasenweide wird in Österreich sehr stark vom LFZ Raumberg-Gumpenstein propagiert. Problematisch erscheint die Senkung des Betriebseinkommens durch Leistungsverlust und da in entlegenen Berggebieten es kaum Möglichkeiten für außerlandwirtschaftliche Ersatz-Einkommen gibt und es kaum ebene Flächen im Berggebiet gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Almen/Alpen"><span id="Almen.2FAlpen"></span>Almen/Alpen</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Alm_(Bergweide)" title="Alm (Bergweide)">Alm (Bergweide)</a></i></div>
<p><i>Almen</i> sind Sommerweiden im Hochgebirge, die vorrangig zur Rinderaufzucht genutzt werden. Sie werden autonom von der Hauptbetriebsfläche bewirtschaftet. Man unterscheidet in <a href="Lichtweide" title="Lichtweide">Lichtweide</a> und Waldweide. Die Doppelnutzung (Weidenutzung und Streuobstanbau oder Weidenutzung und Holzabbau) ist relativ stark verbreitet, aber auch hier problematisch.
</p><p>Einteilungen der Weidefläche sind auch nach der <a href="Vieh" title="Vieh">Viehart</a> als <i>Viehweide</i> möglich und sinnvoll, da sich in Abhängigkeiten der Nutzungsformen und Standortverhältnisse unterschiedliche <a href="Pflanzengesellschaft" title="Pflanzengesellschaft">Pflanzengesellschaften</a> einstellen: Pferdeweide, auch als <i>Pferdekoppel</i>, <i><a href="Hausschaf#Heutige_Nutzung" title="Hausschaf">Schafweide</a></i>. Weiden werden für die <i>Weidepflege</i> mit einem <i>Weideweg</i> erschlossen. Die Wege, die insbesondere dem Vieh den Zugang und den Wechsel zwischen einzelnen Weideflächen ermöglichen, nennt man <i>Triftweg</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pferdeweide">Pferdeweide</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pferdehaltung#Weidehaltung" title="Pferdehaltung">Pferdehaltung#Weidehaltung</a></i></div>
<p>Pferde benötigen auf der Weide Schutz vor Wind und Sonne sowie Zugang zu frischem Wasser, wenn sie zum längeren Aufenthalt geeignet sein soll. Pro Pferd wird rund 0,5 bis 1 Hektar Weidefläche benötigt. Pferdeweiden müssen im Frühjahr geschleppt<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und gewalzt werden, ggf. nachgesät und nachgemäht werden. Aus weidehygienischen Gründen (Parasiten) empfiehlt sich auch ein wechselweiser Besatz mit Rindern und Pferden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Winterweide">Winterweide</h3></div>
<p>Winterbeweidung ist in Zeiten ohne winterlichen <a href="Schnee#Schneefall" title="Schnee">Schneefall</a> möglich und führt bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen einer gegenüber der Stallhaltung über die Wintermonate zu einer besseren Tiergesundheit und Kosteneinsparungen. Dies gilt besonders für extensive Haltungsformen in Form einer flächenstarken Ganzjahresbeweidung. In manchen Bundesländern Deutschlands sind räumlich konzentrierte Winterweiden zugelassen. Diese Weidepraktik hat jedoch nicht selten <a href="%C3%9Cberweidung" title="Überweidung">Überweidung</a> und Trittschäden zur Folge. Wenn in der kalten Jahreszeit keine Futterpflanzen mehr wachsen, ist bei <a href="Winterau%C3%9Fenhaltung" title="Winteraußenhaltung">Winteraußenhaltung</a> die Fütterung mit <a href="Heu" title="Heu">Heu</a> erforderlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weide-_und_Triftwege">Weide- und Triftwege</h2></div>
<p>Die <a href="Weg" title="Weg">Wege</a>, die zu den verschiedenen Wirtschaftsflächen der Bauern führen, erschließen meist Besitzungen mehrerer Eigentümer. Im ganzen Alpenraum sind diese Wege – sofern sie nicht in Gemeindebesitz übergingen – <a href="Gemeingut" title="Gemeingut">Gemeingut</a>. Daher obliegt auch die Pflege dieser Wege der Gemeinschaft. Um zu verhindern, dass das Vieh über die Wege die vorgesehene Weidefläche verlässt, sind Weidewege dabei häufig durch <a href="Viehgitter" title="Viehgitter">Viehgitter</a>, <a href="Viehgatter" title="Viehgatter">Viehgatter</a> oder sonstige Viehsperren unterbrochen.
</p><p>
Der Begriff „<a href="Triftweg" class="mw-redirect" title="Triftweg">Triftweg</a>“ wird insbesondere für die langen <a href="Viehtrieb" title="Viehtrieb">Viehtriebpfade</a> bei der <a href="Transhumanz" title="Transhumanz">Transhumanz</a> (klimatisch bedingte, saisonale Fernweidewirtschaft) verwendet. Beispielsweise </p><div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Triftwege_in_Spanien" title="Triftwege in Spanien">Triftwege in Spanien</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Düngung"><span id="D.C3.BCngung"></span>Düngung</h2></div>
<p>Die Verwendung von <i><a href="Mist" title="Mist">Stallmist</a></i> fördert die <a href="Bodengare" title="Bodengare">Gare</a> des Bodens. Humusarmut im Boden kann durch – im Optimalfall verrotteten – Mist kompensiert werden. Idealerweise im Sommer und Frühherbst aufgetragen, fördert er das Wachstum der Saat bis in den Spätherbst. <i><a href="Jauche" title="Jauche">Jauche</a></i> verbessert ebenfalls die Gare, denn sie trägt <a href="Kalisalz" title="Kalisalz">Kali</a> und <a href="Stickstoff" title="Stickstoff">Stickstoff</a> in den Boden ein. Jauche und Mist sollten nicht im Frühjahr verwendet werden, da das Vieh sonst diese Stellen meidet. Der Wert von <i>Kompost</i> für die Düngung ist schwer zu verallgemeinern. An Bodensäure leidender Boden kann <i>gekalkt</i> werden. <i>Kali, Stickstoff und <a href="Phosphors%C3%A4ure" title="Phosphorsäure">Phosphorsäure</a></i> werden in alter Literatur (1939!) unbedingt empfohlen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ökologie"><span id=".C3.96kologie"></span><span id="Umtrieb"></span> Ökologie</h2></div>
<p>Grundsätzlich hat die Beweidung Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Pflanzenbestandes. Als Faktoren lassen sich Nutzungshäufigkeit, Tierart, verwendete Düngung und Pflegemaßnahmen anführen. Tierartspezifisch werden durch <a href="Selektion_(Evolution)" title="Selektion (Evolution)">Selektion</a> und <a href="Verbiss" title="Verbiss">Verbiss</a> bestimmte Pflanzenarten gefördert oder verdrängt. Weiden mit hoher Nutzungsfrequenz und hoher Stickstoff-Düngung werden von nur wenigen Pflanzenarten dominiert, die trittverträglich und regenerationsfreudig sind – Hauptbestandsbildner ist hier häufig das <a href="Deutsches_Weidelgras" title="Deutsches Weidelgras">Deutsche Weidelgras</a>. Schafbeweidung fördert eher krautige Pflanzen. <a href="Extensive_Tierhaltung" title="Extensive Tierhaltung">Extensive Weidesysteme</a> mit einer an die Kapazität der Weide angepassten Stückzahl an Vieh könne jedoch äußerst artenreiche Lebensräume darstellen, insbesondere wenn auf ihnen neben Kurzrasenflächen auch höher bewachsene Abschnitte mit Gebüschen, Sträuchern und Einzelbäumen vorkommen.
</p><p>Durch die Beweidung von Grünflächen kommt es durch das ständig kurz gehaltene Gras zu höheren Feuchtigkeitsverlusten durch <a href="Evapotranspiration" title="Evapotranspiration">Evapotranspiration</a> als bei <a href="Wiese_(Gr%C3%BCnfl%C3%A4che)" class="mw-redirect" title="Wiese (Grünfläche)">Wiesen</a>. Wenn Pflanzen zu lange oder ohne ausreichende Erholungsphase einer Beweidung durch zu viele Tiere ausgesetzt sind – also die Aufwuchsmenge über einen längeren Zeitraum niedriger als der Futterbedarf der Tiere ist – spricht man von <a href="%C3%9Cberweidung" title="Überweidung">Überweidung</a>. Auch eine zu geringe Beweidung (Unterbeweidung) kann zu einer unerwünschten Veränderung der Pflanzenzusammensetzung (<a href="Verbuschung" title="Verbuschung">Verbuschung</a> und <a href="Sukzession_(Biologie)" title="Sukzession (Biologie)">natürliche Sukzession</a>) und damit zu erhöhtem Pflegeaufwand führen.
</p><p>Für die Ökologie spielt auch die Art der Einfriedung eine wesentliche Rolle, zum Beispiel <a href="Wallhecke" title="Wallhecke">Wallhecken</a> oder <a href="Wassergraben" title="Wassergraben">Gräben</a> bei der <a href="Fenne_(Weide)" title="Fenne (Weide)">Fenne</a>.
</p><p>Der Lebensraum <i>Viehweide</i> wurde 2004 bis 2005 durch das Naturschutzzentrum Hessen als <a href="Biotop_des_Jahres" title="Biotop des Jahres">Biotop des Jahres</a> ausgerufen, um auf die <a href="Gef%C3%A4hrdung" title="Gefährdung">Gefährdung</a> dieses <a href="Habitat" title="Habitat">Lebensraumes</a> aufmerksam zu machen.
</p><p>Für Bayern wurde im Winter 2009/2010 eine Umfrage unter Naturschutzverbänden- und Behörden zu naturschutzrelevanten, beweideten Flächen durchgeführt. Diese ergab einen enormen Anstieg der naturschutzorientierten Beweidungsprojekte. In den meisten Fällen geht es um Pflanzen-, Tagfalter-, Vogel- oder Heuschreckenschutz. Zur Beweidung werden meistens Schafe oder Rinder auf den Flächen gehalten. Die Flächen werden hauptsächlich als <b>Umtriebs- oder Standweide</b> genutzt. Im Hinblick auf den Natur- und Artenschutz wurden 85 % der Projekte als „überwiegend erfolgreich“ und 12 % als „teilweise erfolgreich“ beschrieben.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="„Wilde_Weidelandschaften“"><span id=".E2.80.9EWilde_Weidelandschaften.E2.80.9C"></span><span id="Wilde_Weide"></span> „Wilde Weidelandschaften“</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Weidelandschaft" title="Weidelandschaft">Weidelandschaft</a></i></div>
<p>Als „Wilde Weiden“ oder <i>Beweidungsprojekte</i> werden im <a href="Naturschutz" title="Naturschutz">Naturschutz</a> seit den 1990er Jahren großflächige, ungeregelte und somit extensiv genutzte Ganzjahres-Weiden bezeichnet, die mit Wildtieren oder robusten <i>(wenig <a href="Domestikation" class="mw-redirect" title="Domestikation">domestizierten</a> „halbwilden“, verwilderten oder <a href="Abbildz%C3%BCchtung" title="Abbildzüchtung">„rückgezüchteten“</a>)</i> Haustierrassen beweidet werden. Das Ziel dieser Weideform ist es, eine zukünftige Entwicklung zu einem möglichst artenreichen Zustand einzuleiten.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dieser Idee liegt die sogenannte <a href="Megaherbivorenhypothese" title="Megaherbivorenhypothese">Megaherbivorenhypothese</a> zugrunde, die vom Grundsatz her besagt, dass große Pflanzenfresser wie <a href="Auerochse" title="Auerochse">Auerochse</a>, <a href="Wisent" title="Wisent">Wisent</a>, <a href="Hirsche" title="Hirsche">Hirsche</a> und <a href="Wildpferd" title="Wildpferd">Wildpferde</a> in der prähistorischen <a href="Naturlandschaft" title="Naturlandschaft">Naturlandschaft</a> nicht nur in den klimatisch bedingten Offenlandschaften (Steppen, Tundren) lebten, sondern auch durch <a href="Verbiss" title="Verbiss">Verbiss</a> und Tritt große Bereiche der Waldlandschaften offen hielten. Insofern wird nunmehr auch den Tieren eine wichtige Rolle in der natürlichen <a href="Sukzession_(Biologie)" title="Sukzession (Biologie)">Sukzession</a> eingeräumt, die in den Konzepten der <i><a href="Potenzielle_nat%C3%BCrliche_Vegetation" title="Potenzielle natürliche Vegetation">potenziellen natürlichen Vegetation</a></i> bislang nicht vorkamen. Wilde Weidetiere bildeten auch in Mitteleuropa einen wesentlichen Bestandteil natürlicher Ökosysteme. Sie setzen dynamische Prozesse in Gang, die für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten existenziell sind. Seit Jahren werden daher neue Denkansätze im Natur- und Artenschutz diskutiert (z. B. <a href="Prozessschutz" title="Prozessschutz">Prozessschutz</a>, <a href="Wildnisentwicklungsgebiet" class="mw-redirect" title="Wildnisentwicklungsgebiet">Wildnisentwicklungsgebiete</a>). „Wilde Weiden“ sind in dieser Hinsicht ein sehr vielversprechender Ansatz, der zu einem Rückgrat jeder regionalen und überregionalen Biotopverbundplanung werden könnte.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als Ersatz für die ausgestorbenen Wildtiere kommen verschiedene robuste Rassen in Frage, wobei sich deren Auswahl je nach Standortbedingungen und Region stark unterscheiden kann. Insbesondere dort, wo „wilde Weiden“ als Form der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen angewandt werden, kommen überwiegend Hausrassen wie <a href="Galloway-Rind" class="mw-redirect" title="Galloway-Rind">Galloway</a> und <a href="Schottisches_Hochlandrind" title="Schottisches Hochlandrind">Schottisches Hochlandrind</a>, <a href="Islandpony" class="mw-redirect" title="Islandpony">Islandpony</a> oder <a href="Fjordpferd" class="mw-redirect" title="Fjordpferd">Fjordpferd</a> zum Einsatz, während in sogenannten „Wildnisentwicklungsgebieten“, die sich also unabhängig von menschlichen Eingriffen entwickeln sollen, eher auf alte „Primitivrassen“ oder „rückgezüchtete“ Abbildungszüchtungen der ausgestorbenen Wildtiere, wie <a href="Sayaguesa" title="Sayaguesa">Sayaguesa</a>, <a href="Heckrind" title="Heckrind">Heckrind</a> und <a href="Taurusrind" title="Taurusrind">Taurusrind</a> sowie <a href="Robustpferd" title="Robustpferd">Robustpferde</a> wie <a href="Heckpferd" title="Heckpferd">Heckpferd</a>, <a href="Exmoorpony" class="mw-redirect" title="Exmoorpony">Exmoorpony</a>, <a href="Sorraia" title="Sorraia">Sorraia</a> und <a href="Konik" title="Konik">Konik</a>, gesetzt wird. Bei feuchteren Standorten kommen in beiden Bereichen auch <a href="Wasserb%C3%BCffel#Beweidung" title="Wasserbüffel">Wasserbüffel</a> in Frage. Man benötigt im Schnitt mehr als 30 <a href="Gro%C3%9Fvieheinheit" class="mw-redirect" title="Großvieheinheit">Großvieheinheiten</a> auf 100 ha Fläche zur nachhaltigen Offenhaltung einer waldfreien Weide: das entspricht mehr als 30 ausgewachsenen Rindern oder rund 40 Pferden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Internationales_Jahr_des_Weidelands_und_Hirten">Internationales Jahr des Weidelands und Hirten</h3></div>
<p>Um auf die Bedeutung des Weidelands und der <a href="Hirte" title="Hirte">Hirten</a> für die Ökosysteme, menschliche Ernährungssicherung, als Basis der menschlichen Zivilisation und deren Bedrohung aufmerksam zu machen rief die <a href="FAO" class="mw-redirect" title="FAO">Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen</a> (FAO) das Jahr 2026 als Internationales Jahr des Weidelandes und der Viehzüchter aus.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="M%C3%A4hstandweide" title="Mähstandweide">Mähstandweide</a>, eine besondere Weideform</li>
<li><a href="Extensivgr%C3%BCnland" title="Extensivgrünland">Extensivgrünland</a>, Gründlandwirtschaft mit geringem Viehbesatz und ohne Einsatz von chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln</li>
<li><a href="Fettwiese" title="Fettwiese">Fettwiese</a>, artenarmes, aber ertragreiches Ökosystem auf nährstoffreichen Böden</li>
<li><a href="Magerrasen" title="Magerrasen">Magerrasen</a>, artenreiche, eher ertragsarme Ökosysteme auf nährstoffarmen Böden</li>
<li><a href="Trockenrasen" title="Trockenrasen">Trockenrasen</a>, grasbewachsene Ökosysteme mit schlechter Wasserversorgung. Mischformen mit Magerrasen sind häufig. Beide sind meistens naturschutzfachlich besonders wertvoll und werden überwiegend durch Beweidung bewirtschaftet.</li>
<li><a href="Alm_(Bergweide)" title="Alm (Bergweide)">Alm (Bergweide)</a>, Landwirtschaftliche Betriebe in Bergregionen</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Nicolas Schoof, Rainer Luick, Guy Beaufoy, Gwyn Jones, Petar Einarsson, Jabier Ruiz, Vyara Stefanova, Daniel Fuchs, Tobias Windmaißer, Hermann Hötker, Heike Jeromin, Herbert Nickel, Jochen Schumacher, Mariya Ukhanova: <i>Grünlandschutz in Deutschland: Treiber der Biodiversität, Einfluss von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ordnungsrecht, Molkereiwirtschaft und Auswirkungen der Klima- und Energiepolitik.</i> In: <i>BfN-Skript 539.</i> Bundesamt für Naturschutz, Bonn Bad-Godesberg 2019. 257 S.</li>
<li><a href="Heinz_Ellenberg" title="Heinz Ellenberg">Heinz Ellenberg</a>: <i>Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht.</i> 5., stark veränderte und verbesserte Auflage. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-2696-6.</li>
<li>Küster: <i>7000 Jahre Ackerbau in Bayern. Botanische Untersuchungen zu historischen Problemen.</i> In: <i>Naturwissenschaftliche Rundschau.</i> Band 45, 1992, S. 385–391.</li>
<li>Josef Nösberger, <a href="Wilhelm_Opitz_von_Boberfeld" title="Wilhelm Opitz von Boberfeld">Wilhelm Opitz von Boberfeld</a>: <i>Grundfutterproduktion.</i> Blackwell, Berlin 1986.</li>
<li>Opitz von Boberfeld, Wilhelm: <i>Grünlandlehre.</i> UTB-Verlag (Eugen Ulmer), Stuttgart 1994.</li>
<li><a href="Richard_Pott_(Botaniker)" title="Richard Pott (Botaniker)">Richard Pott</a>: <i>Entwicklung von Pflanzengesellschaften durch Ackerbau und Grünlandnutzung.</i> In: <i>Gartenbauwissenschaft</i> 57 (4) Stuttgart 1992, S. 157–166.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pastures?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Weide (Grünland)</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Weideland" class="extiw external" title="wikt:Weideland">Wiktionary: Weideland</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Weide" class="extiw external" title="wikt:Weide">Wiktionary: Weide</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4128980-8">Literatur von und über Weide</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li>Anne-Lise Head-König: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027648"><i>Weiden.</i></a> In: <i><a href="Historisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisches Lexikon der Schweiz">Historisches Lexikon der Schweiz</a></i>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Nicolas Schoof, Rainer Luick: <cite style="font-style:italic">Pastures and Pastoralism</cite>. Oxford University Press, 29. November 2018, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1093/obo%2F9780199830060-0207">10.1093/obo/9780199830060-0207</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oxfordbibliographies.com/display/id/obo-9780199830060-0207">oxfordbibliographies.com</a> [abgerufen am 21. April 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Weide+%28Tierhaltung%29&rft.au=Nicolas+Schoof%2C+Rainer+Luick&rft.btitle=Pastures+and+Pastoralism&rft.date=2018-11-29&rft.doi=10.1093%2Fobo%2F9780199830060-0207&rft.genre=book&rft.pub=Oxford+University+Press" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Pfeifer (Leitung): <i>Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.</i> dtv, München 1995, ISBN 3-05-000626-9; 7. Auflage 2004, ISBN 3-423-32511-9 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dwds.de/">online</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Nicolas Schoof, Rainer Luick, Guy Beaufoy, Gwyn Jones, Petar Einarsson, Jabier Ruiz, Vyara Stefanova, Daniel Fuchs, Tobias Windmaißer, Hermann Hötker, Heike Jeromin, Herbert Nickel, Jochen Schumacher, Mariya Ukhanova: <cite style="font-style:italic">Grünlandschutz in Deutschland: Treiber der Biodiversität, Einfluss von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ordnungsrecht, Molkereiwirtschaft und Auswirkungen der Klima- und Energiepolitik</cite>. In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">BfN-Skript</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>539</span>. Bundesamt für Naturschutz, Bonn - Bad Godesberg 2019, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>257</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/335577268_Grunlandschutz_in_Deutschland_Treiber_der_Biodiversitat_Einfluss_von_Agrarumwelt-_und_Klimamassnahmen_Ordnungsrecht_Molkereiwirtschaft_und_Auswirkungen_der_Klima-_und_Energiepolitik">researchgate.net</a> [abgerufen am 16. September 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Weide+%28Tierhaltung%29&rft.atitle=Gr%C3%BCnlandschutz+in+Deutschland%3A+Treiber+der+Biodiversit%C3%A4t%2C+Einfluss+von+Agrarumwelt-+und+Klimama%C3%9Fnahmen%2C+Ordnungsrecht%2C+Molkereiwirtschaft+und+Auswirkungen+der+Klima-+und+Energiepolitik&rft.au=Nicolas+Schoof%2C+Rainer+Luick%2C+Guy+Beaufoy%2C+...&rft.date=2019&rft.genre=journal&rft.issue=539&rft.jtitle=BfN-Skript&rft.pages=257&rft.place=Bonn+-+Bad+Godesberg&rft.pub=Bundesamt+f%C3%BCr+Naturschutz" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Kapfer-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kapfer_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kapfer_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Alois Kapfer: <i>Zur Rolle der Nutztierbeweidung bei der Entstehung der mitteleuropäischen Kulturlandschaften</i> in M. Bunzel-Drüke et al.: <i>Naturnahe Beweidung und NATURA 2000</i>, 2. überarbeitete u. erweiterte Auflage, Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz, Bad Sassendorf 2019. S. 23, 31, 35.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Darüberziehen eines <a href="Egge_(Landtechnik)" title="Egge (Landtechnik)">eggeähnlichen</a> Instrumentes, der Weidenhexe mit Raktor oder Pferd, siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za433/weide.html">UNI Karlsruhe</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">L. Neye: <cite style="font-style:italic">Lehrbuch der Pflanzenbaulehre</cite>. für angehende und fortgeschrittene Bauern und Landwirte. Hrsg.: Julius Beltz. 12. Auflage. Langensalza 1938, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>220–224</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Weide+%28Tierhaltung%29&rft.au=L.+Neye&rft.btitle=Lehrbuch+der+Pflanzenbaulehre&rft.date=1938&rft.edition=12.&rft.genre=book&rft.pages=220-224&rft.place=Langensalza" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Zahn, A. & Burkart-Aicher, B. (2013): Beweidung für Naturschutz und Landschaftspflege - ein Überblick zum Status quo in Bayern. - ANLiegen Natur 35: 30–39, Laufen. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an35106zahn_et_al_2013_beweidung_bayern.pdf">PDF 0,9 MB</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Nicolas Schoof, Rainer Luick, Herbert Nickel, Albert Reif, Marc Förschler, Paul Westrich, Edgar Reisinger: <cite style="font-style:italic">Biodiversität fördern mit Wilden Weiden in der Vision 'Wildnisgebiete' der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>93</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>7</span>. Natur und Landschaft, 2018, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>314–322</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Weide+%28Tierhaltung%29&rft.au=Nicolas+Schoof%2C+Rainer+Luick%2C+Herbert+Nickel%2C+...&rft.btitle=Biodiversit%C3%A4t+f%C3%B6rdern+mit+Wilden+Weiden+in+der+Vision+%27Wildnisgebiete%27+der+Nationalen+Strategie+zur+biologischen+Vielfalt&rft.date=2018&rft.genre=book&rft.issue=7&rft.pages=314-322&rft.pub=Natur+und+Landschaft&rft.volume=93" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">M. Bunzel-Drüke, E. Reisinger, C. Böhm, J. Buse, L. Dalbeck, G. Ellwanger, P. Finck, J. Freese, H. Grell, L. Hauswirth, A. Herrmann, <a href="Anita_Idel" title="Anita Idel">A. Idel</a>, E. Jedicke, R. Joest, G. Kämmer, A. Kapfer, D. Kolligs, R. Krawczynski, A. Lorenz, R. Luick, S. Mann, H. Nickel, U. Raths, U. Riecken, N. Röder, H. Rößling, M. Rupp, N. Schoof, K. Schulze-Hagen, R. Sollmann, A. Ssymank, K. Thomsen, J. Tillmann, S. Tischew, H. Vierhaus, C. Vogel, H.-G. Wagner, O. Zimball: <cite style="font-style:italic">Naturnahe Beweidung und NATURA 2000 – Ganzjahresbeweidung im Management von Lebensraumtypen und Arten im europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000</cite>. 2. Auflage. Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz, Bad Sassendorf 2019, ISBN 978-3-00-063945-6, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>411</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/336741884_Naturnahe_Beweidung_und_NATURA_2000_-_Ganzjahresbeweidung_im_Management_von_Lebensraumtypen_und_Arten_im_europaischen_Schutzgebietssystem_NATURA_2000_2_uberarbeitete_und_erweiterte_Auflage">researchgate.net</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Weide+%28Tierhaltung%29&rft.au=M.+Bunzel-Dr%C3%BCke%2C+E.+Reisinger%2C+C.+B%C3%B6hm%2C+...&rft.btitle=Naturnahe+Beweidung+und+NATURA+2000+-+Ganzjahresbeweidung+im+Management+von+Lebensraumtypen+und+Arten+im+europ%C3%A4ischen+Schutzgebietssystem+NATURA+2000&rft.date=2019&rft.edition=2&rft.genre=book&rft.isbn=9783000639456&rft.pages=411&rft.place=Bad+Sassendorf&rft.pub=Arbeitsgemeinschaft+Biologischer+Umweltschutz" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">M. Bunzel-Drüke, C. Böhm, G. Finck, R. Kämmer, E. Luick, E. Reisinger, U. Riecken, J. Riedl, M. Scharf, O. Zimball: <i>Wilde Weiden – Praxisleitfaden für Ganzjahresbeweidung in Naturschutz und Landschaftsentwicklung.</i> Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e. V. (Hrsg.), Sassendorf-Lohne 2008.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">z. B. <a href="Bernd_Gerken" title="Bernd Gerken">Bernd Gerken</a> (Hrsg.): <i>Wo lebten Tiere und Pflanzen in der Naturlandschaft und der frühen Kulturlandschaft in Europa?</i> Höxter 1996; Beate Jessel (Hrsg.): <i>Wildnis – ein neues Leitbild?</i> Laufen 1997.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fao.org/newsroom/detail/un-names-2026-as-the-international-year-of-rangelands-and-pastoralists/en">UN names 2026 as the International Year of Rangelands and Pastoralists</a> vom 15. März 2022, abgerufen am 18. September 2023 (engl.)</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4128980-8">4128980-8</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85098618">sh85098618</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/00571481">00571481</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-05-25" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Weide_(Tierhaltung)&oldid=256322281">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>